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Annas Gedanken: Wie viel Materialismus braucht unser Sport? - sportbiscuit.de
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Annas Gedanken: Wie viel Materialismus braucht unser Sport?


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Unter der Kolumne Annas Gedanke kommen in unregelmäßigen Abständen schöne, nett und vielleicht auch manchmal nachdenkliche Geschichten von Anna von den Vollgas-Mädels:

Es war Weihnachten, die Zeit der Besinnlichkeit, der Familie, der Liebe… aber auch die Zeit der Geschenke und des Konsums. In all diesem Gewusel tat sich in mir die Frage auf, wie viel Materialismus unser Sport verträgt? Sind wir zu konsumgeilen Opfern der Fahrradindustrie erzogen worden oder sind wir einfach nur Mountainbiker im Herzen, die sich gerne mit schönen Dingen umgeben? Es vergeht immerhin nicht ein Jahr, in dem nicht irgendein Fahrradhersteller vorgibt den großen Coup gelandet zu haben, so viel ist klar. Saison für Saison werden auf einschlägigen Messen schillernde Neuigkeiten vorgestellt, eine schöner und innovativer als die andere. Selbstverständlich erwecken all diese wunderbaren Dinge gewisse Konsumgelüste ins uns Endverbrauchern – es klingt schließlich vollkommen plausibel, was da so erneuert wurde und manches Mal fragt man sich dann, wie ein Fahrradfahrerleben ohne diese tollen neuen Gimmicks nur möglich gewesen sein kann.

Zugegebenermaßen gibt es immer wieder Erfindungen, die das Leben eines jeden Mountainbikers ungemein bereichern, genannt sei an dieser Stelle beispielhaft die allseits beliebte Teleskopsattelstütze (eine wirklich tolle Errungenschaft). Was diese Übersättigung an Neuigkeiten allerdings ebenso versursacht, und darauf möchte ich hinaus, ist der stetige Drang nach neuem, besseren, edlerem Material- der Markt entwickelt sich schließlich auch nur in eine bestimmte Richtung, wenn dafür auch die entsprechende Nachfrage vorhanden ist. Es ist dieser schmale Grad zwischen Innovation und Schwachsinn und Größenwahn, den es zu wahren gilt. Größenwahn? Ja, Größenwahn!

Dazu möchte ich eine kleine Geschichte erzählen: Es war im Sommer im Bikepark Winterberg. Ich stand oben am Start der Downhillstrecke und rückte mir meine Goggle zurecht, als mir das Gespräch zweier junger Kerle in die Ohren drang. „ Boah, wer fährt denn bitte noch 26 Zoll, das ist doch voll Oldschool!“. Die beiden Jungs waren sicher noch nicht volljährig. An jenem Abend warf ich einen fragenden Blick auf mein Demo. Wie hatte ich es nur geschafft mit diesen kleinen Laufrädern unbeschadet das Ziel der Strecke zu erreichen und nicht die langsamste Fahrerin des Parks dabei zu sein?!

Ich möchte auf gar keinen Fall gegen Neuerungen und technischen Fortschritt im Radsport wittern, ebenso wenig gegen Menschen, die ihr hart verdientes Geld gern in schöne Radsachen investieren. Ich möchte durch diese kurze Anekdote jedoch darauf hinweisen, dass auch unser wunderbarer Radsport nicht vor Oberflächlichkeit und Materialismus gefeit ist. Immer wieder lese ich Diskussionen, in denen Besitzer eines nicht allzu teuren oder momentan in der Fahrradszene „gehypten“ Fahrrads, Hohn und Spott über sich ergehen lassen müssen… da frage ich mich: „Muss das sein? Sind wir so weit gekommen, dass ein wir uns gegenseitig über unser Material bewerten?“ Die Antwort auf diese Frage lasse ich an dieser Stelle einmal offen, da sich jeder denken können sollte, wie sie lauten würde. Fakt ist jedoch, dass speziell im Downhillsport immer wieder der Eindruck aufkommt, dass die Bikeparks immer mehr zu Bühnen der Selbstdarstellung werden. Dicke Pickups, edle Fahrräder und ein entsprechender Dresscode sind allgegenwärtig. Es sei allen gegönnt sich einen derartigen Luxus zu gönnen, jedoch sollte das nicht zu Lasten derjenigen gehen, die ihr älteres und gegebenenfalls nicht allzu teures Rad (vielleicht sogar bewusst und gerne) weiterfahren und ebenso wenig Wert auf ein „cooles“ Aussehen und Auftreten legen. Wie oft habe ich wirklich nicht mehr ganz taufrische Bikes mit Mach3 den Berg hinunterrasen sehen, auf denen ein Kerl mit Jeans und Sweatshirt saß, während die Carbon-Bomber mit ihren durchgestylten Piloten aus deren Einflugsschneise bewegt werden mussten.

Es ist immer schön neue Produkte zur Auswahl zu haben und es sei jeder Person wirklich gegönnt sich mit diesen schönen Dingen zu bereichern, jedoch sollte sich dieser Trend dazu sich über sein Material zu definieren nicht Überhand nehmen! Wir sollten einander ins Gesicht schauen und nach Sympathie, statt nach teuren Parts am Fahrrad suchen…und sollte einmal ein teures Rad neben uns stehen, darauf thronend ein durchgestylter Fahrer, so ist das auch noch lange kein Grund die „Klischeekeule“ auszupacken.

MEHR TOLERANZ UNTEREINANDER, DENN WIR LIEBEN ALLE DIESEN SPORT!

Eure Anna

Anna betreibt den Blog Vollgas-Mädels und gibt Einblicke in die Welt der Mädels im Bikesport. Schöne Gedanken und Artikel von dem Blog, aber auch eigene Werke werden hier auf Sport Biscuit erscheinen!

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