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Der Venloop 2016 - ein Erlebnisbericht - sportbiscuit.de

Der Venloop 2016 – ein Erlebnisbericht


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Die Laufsaison hat grade erst begonnen, da kommt mit dem Venloop gleich eines der Highlights der Saison. Von uns war Bernhard auf der Halbmarathondistanz unterwegs und beschreibt seine Eindrücke:

Venloop2016_BallonsAm vergangen Sonntag fand einer meiner absoluten Lieblingsläufe statt: Der Venloop im niederländischen Venlo. Von Duisburg aus gesehen ist das sogar noch näher als z.B. Dortmund. Und da ich in den letzten beiden Jahren bereits sehr angenehme Erfahrungen mit dem Lauf gemacht habe stand der Entschluss in diesem Jahr wieder mitzulaufen schon sehr früh fest. All zu lange Zeit hat man auch nicht sich über ein ja oder nein bei der Teilnahme zu machen. Zumindest nicht auf der längsten angebotenen Distanz des Halbmarathons. Denn dieser erfreut sich von Jahr zu Jahr immer größerer Beliebtheit. Also hatte ich mich eben auch sofort angemeldet, als die Registrierung geöffnet wurde.

Eigentlich sollte es kein Problem geben, was die Fahrt in das nur einen Steinwurf weit entfernte Nachbarland angeht. Nur stellte es sich dann doch als etwas komplizierter raus als gedacht. Den fahrbaren Untersatz, den ich eigentlich für diesen Tag organisieren wollte, konnte ich dann doch nicht bekommen. Und dann gab es ein kleines Hin und Her mit einem Laufkollege, was die Bewältigung der Strecke anging. Mit der Bahn, mit anderen mitfahren… alles gar nicht so einfach. Er hatte sich jedenfalls dann dafür entschieden mit den Leuten, mit denen er bereits im letzten Jahr dort war, wieder nach Venlo zu fahren. Also stand ich mit meiner Planung alleine da. Aber wofür gibt es denn die sozialen Medien? Eben genau für solche Fälle. Also zumindest unter anderem. Und so habe ich auf Facebook in einer Läufergruppe nach einer Mitfahrgelegenheit gesucht und auch selbige quasi umgehend gefunden. Und was das Schönste an der Sache war bzw. ist: Mein „Chauffeur“ kommt aus Oberhausen, also quasi aus der Nachbarschaft. Somit sind weitere gemeinsame Läufe nicht nur nicht auszuschließen, sondern auch mehr als denkbar.

Venloop2016_GeländeWir machten uns also zu zweit um kurz nach 11:00 Uhr auf den kurzen Weg zum Venloop. Der Hinweg ging rasend schnell vorbei, da wir dort schon interessante Gespräche geführt haben. Laufen kam dabei auch ab und an mal vor. In Venlo angekommen war die erste große Herausforderung einen Parkplatz zu finden, der im Idealfall in unmittelbarer Nähe zum Start liegt. Und als geneigter Venlo-Kenner war es dann auch tatsächlich so. Wir haben in unmittelbarer Entfernung mit vielleicht 5 Minuten Fußweg vom Start weg geparkt. So kann ein schöner Tag doch mal anfangen.

Dann ging es also los die Startunterlagen holen. Markus, der mich mitgenommen hatte, hatte seine Startnummer schon und so musste also nur noch ich mich in das Getümmel stürzen. Wobei der befürchtete Ansturm auf die Startnummernausgabe ausblieb. Und so hatte ich binnen Sekunden meine fast perfekte Nummer 40402. Hinten eine 4 hätte mir als Symmetrie-Nerd noch besser gefallen, aber es ging ja letztendlich um Laufen. Und darauf freuten wir beide uns wie ein Schnitzel. Nun also zurück zum Wagen, umziehen und der Vorfreude und positiven Anspannung freien Lauf lassen.

Venloop2016_Startbereich_1So standen wir also eine gute halbe Stunde vor dem Start an eben Selbigen und haben zugeschaut, wie sich die Startboxen nach erwarteten Zielzeiten immer mehr füllten. Und um Punkt 14:00 Uhr ging es dann auch los. Mit lauter Musik und einem unglaublichen Spektakel wurden mehrere tausend Läufer auf die Strecke geschickt. Da wir uns – natürlich nur aus rein taktischen Gründen – im hinteren Mittelfeld aufgestellt hatten hat es dann auch eine Viertelstunde gedauert, bis wir an der eigentlichen Startlinie waren. Aber dann ging es auch sofort los. Wir sind zwar die ersten hundert Meter zusammen gelaufen, doch hatten wir beiden unterschiedliche Zielzeiten angepeilt. Markus wollte die 2-Stunden-Marke unterbieten und ich wollte nur Spaß haben und eine halbwegs passable Zeit erreichen. Denn ich hatte in den letzten Wochen leider viel zu wenig bis gar keine Zeit auch nur ansatzweise halbwegs ordentlich zu trainieren. Also lag der Genuss und der Spaß am Lauf im Vordergrund. Und so haben wir uns dann eben nach ca. 500 m bereits getrennt und Markus zog davon. Aber da wir ja einen Treffpunkt vereinbart hatten war das kein Problem und auch so gewollt.

Venloop2016_Startbereich_2Und was das Genießen des Laufs angeht, so bin ich – und wahrscheinlich auch alle anderen Teilnehmer – auf den ersten Kilometern voll auf meine Kosten gekommen. Denn es ging mit einer kleinen Schleife gleich in die Innenstadt, die mit Absperrgittern eine breite Gasse für die Läufer zur Verfügung stellte. Und wenn man nicht wüsste, dass es „nur“ eine Laufveranstaltung ist, die da mit dem Venloop abgehalten wird, dann hätte man auch locker meinen können, dass der König zu Besuch kommt. Aber… feiern können die Holländer ja bekanntlich sehr gut (auch wenn wir uns in Limburg befunden haben). Und das haben sie auch auf der so ziemlich ganzen Strecke gezeigt, wer richtig feiern kann. Auf gut 2/3 der gesamten Strecke standen unterschiedlichste Bands und DJs, es waren ganze Straßenzüge mit orange-blau-weißen Ballons geschmückt; Stehtische, Bänke und was weiß ich nicht alles standen entlang der Laufstrecke. Der Venloop ist sein nun elf Jahren eine feste Größe in Venlo und das merkt man auch: Party nonstop!

Venloop2016_Startbereich_3Der Halbmarathon bei Venloop war die erste richtige Bewährungsprobe für mich in diesem Jahr und sie ist aus meiner Sicht auch voll geglückt. In Anbetracht dessen, dass ich nur mehr schlecht als recht zum Laufen gekommen bin, bin ich mit der Zeit von 2:19:31 h auf den 21,1 km mehr als zufrieden. Und das ist letztendlich die Hauptsache. Die erste Hälfte lief im wahrsten Sinne des Wortes sehr gut. Und richtig schön war auf der Strecke auch die Begegnung mit meinem Blogkollegen Tobias, der als Pacemaker und Motivator für seine Frau ebenfalls den halben Marathon in Angriff genommen hat. Nach eine großen Hallo und einen kurzen Plausch ging es dann aber für mich weiter auf der über 20 km langen Partymeile. Das Laufen geriet fast zur Nebensache, so stark stecken die Zuschauer mit ihren motivierenden Zurufen die anderen Läufer und mich an. Und auch wenn die Kraft irgendwann doch merklich bei mir nachgelassen hat… ein Lachen war immer und jederzeit möglich.

Venloop2016_MedailleDer Zielbereich hätte für einen Lauf wie den Venloop nicht schöner sein können: Ein breit abgesperrter Korridor mit vielen jubelnden Menschen weckten die letzten Energiereserven. Es war über der Ziellinie eine große Leinwand aufgehangen, wo die Zuschauen auch von weiter weg, aber auch man selber, den eigenen Zieleinlauf sehen konnte. Erschöpft, aber glücklich konnte ich ich den doch recht weitläufigem Areal des Zielbereichs meine Medaille in Empfang nehmen und konnte ohne Gedränge einmal richtig durchatmen. Das ist ein riesen Pluspunkt gegenüber vielen anderen vergleichbaren Veranstaltungen. Dort dürfen Angehörige und Freunde sofort zum Läufer hin, was auf der einen Seite sehr verständlich ist – schließlich will man ja gratulieren –, auf der anderen Seite aber sehr nervig, denn zumindest ich möchte in den ersten paar Minuten nur meine Ruhe und Platz. Aber beides konnte man dann hinter der „Auslaufzone“ bekommen, denn das ganze Gelände, wo diverse Zelte neben den Eventzelt standen, war so groß, dass trotz der vielen Läufer es mehr als ausreichend Platz gab.

7491_1024305367635308_8416076531324193729_nNeben dem Lauf selber ist beim Venloop die Massage die Sache, die sich niemand entgehen lassen sollte. Viele äußerst nette und sympathische Jungs und Mädels der örtlichen Phyio-Anbieter kneten einem die Beine richtig professionell durch. Diese (gefühlten) 10 Minuten sind eine echte Belohnung nach dem Lauf. Im Übrigen auch genauso wie die Frikandel spezial, die Markus und ich uns einfach gönnen mussten. Hochzufrieden mit dem jeweiligen Ergebnis haben wir uns dann gegen kurz vor 18:00 Uhr wieder auf den Heimweg nach Duisburg gemacht und freuen uns jetzt schon wahnsinnig drauf, wenn am 26.03.2017 der Startschuss für den zwölften Venloop fällt. Die Anmeldung ist, wie mittlerweile üblich, ab dem 01. August möglich.

               

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Bernhard

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