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TA - Der große Frust und wie alles begann - sportbiscuit.de
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TA – Der große Frust und wie alles begann


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Naja… was soll ich schreiben? Am liebsten nix…. am liebsten würde ich erst nächste Woche den nächsten Blog-Beitrag folgen lassen. Warum? Weil die Woche wahrlich zum schnellen Vergessen war.

Ein wöchentliches Trainingsupdate wollte ich eigentlich schreiben. Nur müsste ich dafür überhaupt diese Woche trainiert haben. Deswegen wäre es mir just in diesem Moment am liebsten, erst nächste Woche mit dem Blog weiterzumachen. Aber…. weit gefehlt. Meine Hände funktionieren, meine Finger sind in Takt. Der Kopf ist klar. Der Geist ist bereit. Also weit gefehlt. Wöchentlich ist wöchentlich. Und nur, weil es schlecht lief, renne ich nicht davor weg. Also… let´s go.

hotelIn den letzten Tagen des alten Jahres war ich offensichtlich leicht übermotiviert. Der Drang in mir weiter, immer weiter zu laufen und schneller, immer schneller war offensichtlich so groß, dass ich meinem Körper nicht genug Beachtung geschenkt habe. Kurz nach Weihnachten hatte ich eine leichte Erkältung, einen Abend auch Fieber. Aber trotzdem ging ich Laufen, als mir danach war. Eigentlich wollte ich nur einen lockeren – für mich langsamen Lauf machen. Es wurde ein – für mich – schneller Lauf vom ersten Meter an. So war es am Morgen des 1. Januar: Ein Fehler. Ein großer Fehler, wie ich heute weiß. Denn mein Körper brauchte noch Pause, nur mein Kopf spielte nicht mit. Die Quittung? Eine schöne Grippe und ’nen dicken Hals. Sogar einen doppelten dicken Hals. Also einen dicken Hals aus Frust und einen dicken Hals, weil meine Mandeln sich etwas aufspielen mussten und wahre „Größe“ bewiesen. Demzufolge ist das Trainingsresultat diese Woche: 0 km, 0 kcal zusätzlich verbrannt. Also NIX. GAR NIX. Frust pur. Aber die nächste Woche wird anders. Die nächste Woche wird besser. Noch brauche ich ein paar Tage Pause, aber ab Mitte der Woche bin ich hoffentlich mal wieder zumindest für einen 5er auf dem Weg – ihr werdet es erfahren. Nächste Woche, im nächsten Blog-Beitrag.

Nachdem ich also diese Woche nicht viel über den aktuellen Weg nach Berlin zu erzählen habe, spreche ich etwas mehr über das, wie es überhaupt dazu kam, dass ich heute über dieses Thema schreibe, dass ich heute auf dem Weg nach Berlin bin – fast seit einem Jahr. Wieso ich plötzlich abgespeckt habe, obwohl ich Jahre lang davor weggerannt bin? Mir immer eingeredet habe: So dick bist du nicht! Du fühlst dich wohl! Du bist mit dir zufrieden! Das ist eine gute Frage. Im Grunde gibt es im Jahr 2014 2-3 Schlüsselereignisse, die mich zum Umdenken angeregt haben, eine davon erzähle ich euch nun:

Meine große Leidenschaft ist der Rettungsdienst. Im Alter von 13 Jahren ging ich zum Jugend Rot Kreuz, mit 16 Jahren war ich Praktikant im Rettungsdienst und mit 20 hatte ich meine Berufsurkunde. Die Ausbildung habe ich parallel zur Oberstufe an einem Duisburger Gymnasium in Abendschulform gemacht und am Wochenende gearbeitet, um auch die nötigen Praxisstunden zu bekommen. Eine anstrengende und prägende Zeit. Eine Zeit, der ich heute sehr viel zu verdanken habe. Ich wurde dadurch viel schneller erwachsener. Wieso? Weil man früh lernen muss Verantwortung zu übernehmen, weil man schnell lernt mit den Konsequenzen aus seinen Entscheidungen zu leben. Diese zu akzeptieren, zu respektieren. Auch wenn man im Nachhinein denkt, es wäre anders vielleicht besser gewesen. Hätte, hätte, Fahrradkette! Ich bin froh, dass meine Eltern mir diese Freiheit gegeben haben, auch wenn diese mich lieber davor bewahrt hätten so viele unterschiedliche menschliche Schicksale mitzuerleben; Verstorbene zu sehen. Natürlich sind mir auch die „Nebenwirkungen“ von Adipositas aus der medizinischen Lehre bestens bekannt. Diabetes Mellitus als bestes Beispiel. Wisst ihr überhaupt, was die Langzeitfolgen davon sein können? Ich erspare es Euch. Mich hat es leider nie genug abgeschreckt. Ich dachte eher: Mich erwischt das nicht.

sesselEin sehr prägnantes Beispiel gab es daher im Dezember 2014, als ich in Duisburg auf einem Rettungswagen im Einsatz war. Schon seit fast 24 Stunden. Also fast Feierabend. Aber nur fast. Leider. Der Melder ging. Der Ärger über den nun wohl unpünktlichen Feierabend war groß. Desto mehr verwunderte mich die Einsatzmeldung: „Person ins Bett helfen“! Ah ok… und wieso fahren wir dort nun mit Blaulicht und Tatütata hin? Nette Geste der Leitstelle, damit wir doch noch pünktlich Feierabend haben? Nein. Niemals. Und wieso soll uns dabei auch noch ein Notarzt unterstützen? Ich war verwirrt und übermüdet. Der Blick weiter runter brachte die Lösung. Es war eine Nachforderung des ursprünglich eingesetzten Krankenwagens. Der war nämlich schon vor Ort und der trommelte auf der Buschtrommel und wollte schnell etwas mehr Unterstützung. Zeitgleich ereilte uns ein Funkspruch der Leitstelle. Die Frustration in mir stieg. Eine Wiederbelebung. Pünktlicher Feierabend ade – Überstunden juhee! An der Einsatzstelle angekommen, stieg ich aus unserem Rettungswagen aus. Machte die Seitentüre auf, nahm den Defibrillator und den ca. 20kg schweren Notfallrucksack. Die Haustür war offen. Ich rief in den Flur. Die Kollegen riefen zurück: „3. Etage“! Die Frustration wurde noch größer. Ich beeilte mich. Ich lief die 3 Etagen mit ca. 160 kg Gesamtgewicht die Treppen hinauf. Anstrengend. Oben angekommen, hätte ich ein Sauerstoffzelt gebraucht. Mein Puls war auf 150…. Nicht weil ich so aufgeregt war wegen der Wiederbelebung – das ist leider in der Regel Routine. Vielmehr wegen der 3 Etagen, die ich hochlaufen musste. Noch nicht wieder richtig Luft bekommend kam ich in der Wohnung an, schaute in den Flur der Wohnung. Die Frustration wurde noch größer. Ein Kopf. Ein Kopf, der schon erahnen ließ, was dort lag. Eine Frau von fast 200 kg Köpergewicht. Weitere Details der Wiederbelebung zu nennen, wären zu pietätlos. Aber ihr könnt euch denken, dass nicht jedes Wort ethisch einwandfrei war, welches untereinander im Team gesprochen wurde. So auch meine Gedanken die mich, im Nachhinein zu diesem Umdenken auf mein eigenes Körpergewicht bezogen, verändert haben. Nach kräftezehrenden und anstrengend 25 Minuten haben wir die Frau tatsächlich primär erfolgreich wiederbelebt. Wir hatten eine positive EKG-Veränderung. Ich fühlte den Puls. Er war da. Ich ließ dies von der Notärztin kontrollieren, weil ich irgendwie die Hoffnung hatte, mich zu irren. Denn – anstelle sich über den Erfolg zu freuen – war mein erster Gedanke: „Verdammt! Wie kriegste die jetzt nach unten in den Rettungswagen? Dein Rücken wird jubeln.“

Nachdem wir die Frau erfolgreich ins Krankenhaus gebracht hatten, ich von der Wache nach Hause fuhr, erschreckte ich mich, als ich den Einsatz reflektierte, über meine Gedanken. Konnte ich wirklich etwas so Unmenschliches gedacht haben? War das wirklich ich? Nur weil die Frau extrem adipös war? Denn bei jeder anderen erfolgreichen Wiederbelebung hätte ich mich gefreut wie ein „Schneekönig“. Nein. Das bin ich nicht. So will ich nicht sein! Als ich einige Tage später erfuhr, dass die Frau – weil Sie gefallen und nicht mehr alleine aufstehen konnte – an ihrem eigenen Gewicht quasi erstickt sei, reflektierte ich das Ganze ein zweites Mal. Das Fazit: Das könnte mir auch passieren, wenn ich weiter so extrem fresse. Das muss ich verhindern!

Diese Geschichte, dieses Erlebte war das letzte i-Tüpfelchen, welches mich zum Umdenken bewegt hat. Ob die Frau noch lebt? Ich weiß es nicht, hoffe es aber. Mein letzter Kenntnisstand war, dass sie gute Chancen hätte, das Ganze zu überleben.

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